Stille, Schnee und Kerzenlicht - ein Gedicht zum Winter. Der Schnee deckt Dach und Zaun ganz sacht,die Spuren wehen zu.Ein Licht brennt in der frühen Nacht,die Welt hält still - und du. Der Weg knirscht leise unterm Schuh,der Atem wird zu Rauch.Das Dorf liegt tief in weißer Ruh,der alte Brunnen auch. Die Meisen turnen an den Zweigenund picken Körner auf.Die Tannen stehen schwer und schweigen,der Schnee liegt dick darauf. Im Ofen backt ein Blech mit Sternen,es riecht nach Zimt im Haus.Draußen glühn schon die Laternenund leuchten weit hinaus. Und sinkt der Abend auf die Dächer,wird alles blau und leis.Der Mond hängt wie ein stiller Wächterhoch überm weiten Weiß.